Monday, November 2, 2009

Peter Voser: nur ein Rädchen im Getriebe

(1.11.09 - smz) Peter Voser ist seit Juli der CEO von Royal Dutch Shell. Er gibt sich aktuell im Gespräch bescheiden, sagt er sei nur ein Rädchen im Getriebe. Firmen, welche den CEO in den Mittelpunkt stellen, würden einen Fehler machen. Nun, darüber kann man streiten.

Dass Voser aber schon lange so denkt und sich zurückhaltend, aber sicher zeigt, kann man in dem Interview sehen, dass wir vor 2 Jahren mit ihm gemacht haben. Damals war er der CFO von Shell.


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William Browder: YouTube für die Verteidigung?

(24.10.09 - smz) William Browder ist Gründer des Hermitage Capital Fund in Moskau. Er ist im Jahr 2007 in einen verzweifelten Kampf gegen die russischen Behörden eigetreten, den er in einem Video dokumentiert.

Das Video hat TV Qualität in der Machart und ist sehr aufwändig produziert. Es dauert 10 Minuten, die Spannung bleibt durch den Clip hindurch erhalten. Bisher wurde es ca. 33.000 Mal angeklickt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob das Video dazu verhilft, dass Browder die Gerechtigkeit findet, die er sucht. Es lohnt sich für Firmen zu beobachten, ob diese neue Methode von Öffentlichkeit zu Reaktionen führt - und zu welchen.

Friday, October 30, 2009

Jan Muir: 22.000 Beschwerden über ihre Arbeit

(28.10.09 - smz) Journalisten können sich alles erlauben und online darf man alles sagen? Das ist jetzt widerlegt. Die britische Journalistin Jan Muir hat für einen einzigen kurzen Artikel in der Daily Mail innerhalb weniger Tage 22.000 zum Teil vernichtende Kritiken aus aller Welt bekommen. Besonders pikant war auch, dass die Kritiker die Telefonnummern von Firmen verbeitet haben, die auf der Seite Anzeigen geschaltet hatten, auf der der Muir'sche Artikel erschienen ist. So wollte man die Werbetreibenden dazu motivieren, ihre Werbung aus der Zeitung abzuziehen.

Der britische Guardian hat die Geschichte dokumentiert.

Hintergrund: es ging um ein Art Nachruf, den Jan Muir über einen Sänger der 'Boyzone Group' geschrieben hat. Sie hat sich inzwischen für den Inhalt des Artikels entschuldigt, doch die Zahl der Beschwerden steigt weiter. Vor allem über Facebook und Twitter.

Ueli Maurer: ein Politiker kann spannend sein

(31.10.09 - smz) - Politiker können unterhaltsam sein. Auf jeden Fall der CH Verteidungunsgverantwortliche Ueli Maurer. Fast 5 Minuten Film und man schaut gebannt zu:

Thursday, October 22, 2009

Francine Katz: another accident of a communications professional

(22.10.09 - smz) Here is another top communications professional that communicates her own affairs in a terrible way. As Vice President Communications for Anheuser-Busch, Francine Katz was trusted by her CEO and the A-B top management for many years.

Having left the company she suddenly sues her ex-employer because a) she feels that after a takeover of A-B through InBev her responsibilities were diminished and b) in the process she found out that others had been paid more (Katz has got a 12 million $ payout from her stock options).

This is interesting: you fail to negotiate properly during your time as an employee and then you drop out and sue? I personally consider this unethical. - Katz, however, touts ethical behaviour, here in an 2007 interview, where she says:

"The third thing that I think it paramount, both in your career and in your life, is adhering to a code of ethics. Anheuser-Busch, and I personally, will only have as much credibility as we demonstrate. When you do the right thing and when you are honest about your position on an issue, I think you gain the public’s trust."

Sunday, October 11, 2009

Alan Mulally: Ford wird es schaffen

Die neue Werbekampagne von Ford ist auf den Zeitgeist der letzten drei Monate dieses Jahres zugeschnitten. Die Werbeclips fokussieren auf den Kundennutzen, sie sind das brillante Resultat der mühevollen Hausaufgabe, die sich Ford auferlegt hatte: "Weshalb Ford? Weshalb jetzt?" Diese Frage stellte sich das Marketingteam immer wieder. Alan Mulally war der erste CEO, der solche internen Meetings filmen liess und online stellte. Alle Beschwerden von Kunden waren sichtbar, alles Lob jetzt auch.

Ein Blick auf die Homepage von Ford lohnt sich: Facebook und Twitter sind sehr gut eingebunden, ein wahrer Showcase für Marketing- und Kommunikationsprofis. Aber auch für Investor Relations: Jeder kann die Quartalsergebnisse kommentieren und es wird online angezeigt. Hier sind die Clips à 15 Sekunden:

Friday, October 9, 2009

Christian König: ohne Kleider

(9.10.09 - smz) Der König hat sich gezeigt und er hatte keine Kleider an. Dabei ist er ein König der Schweizer PR: Dr. Christian König, CEO der Firma Farner.

Heute wurde er entkleidet, als der Tagesanzeiger genüsslich aufgerollt hat, wie die Firma Farner den Wettbewerber eines Kunden ausspioniert hat, um sich selbst und ihrem Kunden einen Vorteil zu verschaffen.

Das allein ist schon schlimm. Schlimmer war aber, wie König darauf reagiert hat. Hat er das Lehrbuch der PR auf dem Kopf gelesen? Wollte er ausprobieren, wie man es nicht machen soll? Wollte er einmal Kopf und Kragen riskieren? Und das ging so:

1.) Dementieren
2.) Tricksen
3.) Eigene Mitarbeiter verunglimpfen

Schade. Wirklich schade.

Timothy Geithner: 15 Treffen mit BlackRock

(9.10.09 - smz) Wer glaubt noch, dass es Dinge gibt, die man geheim halten kann? Alles wird öffentlich: Timothy Geithner, der amerikanische Finanzminister, musste auf Anfrage seinen Terminkalender und seinen Telefon Verbindungsnachweis veröffentlichen. Dabei kam heraus, dass er sich zwischen Januar und Juli 2009 15 Mal mit dem Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, getroffen hat. Die meisten Kontakte hatte er mit Citigroup, aber auch mit dem Chef von BlackRock, Lawrence Fink, hatte Geithner 15 Mal Kontakt, telefonisch oder persönlich.

Wenig Kontakt gab es mit Bank of America und so können diejenigen sich bestätigt fühlen, die glauben, dass Geithner und Ken Lewis sich nicht leiden können.
Alles kommt ans Licht, das muss ständig im Kopf behalten, wer ein Amt bekleidet.

Monday, September 28, 2009

Guido Westerwelle: Es ist Deutschland

(28.9.09 - smz) Guido Westerwelle macht in diesem Moment alles falsch, was man falsch machen kann. Schauen Sie seine Körpersprache an: er steht steif, hat die Hände hilflos in die Luft geworfen. Mit seinen Worten brüskiert er mehrfach einen perfekt höflichen britischen Journalisten.

1.) Er weist darauf hin, dass dieser wohl vorher nicht aufgepasst habe (eine grundlose Behauptung)

2.) Er weigert sich, die einfache Frage auf englisch entgegen zu nehmen

3.) Er weigert sich, die Frage als solche zu beantworten

Der Mann wird solche Journalisten in Zukunft BRAUCHEN. Wie kann er nur von Anfang an so schlechte Stimmung schaffen?

Wednesday, September 16, 2009

Hank Paulson: vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr wurde entschieden, dass Lehman Brothers bankrott gehen sollte. Hank Paulson, U.S. Treasury Secretary, hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt, die zunehmend offengelegt wird.

Im folgenden 5minütigen Ausschnitt aus der Befragung Paulsons im U.S. Kongress zu den Vorgängen im letzten September sieht man einen verunsicherten, defensiven, stotternden, sprachlosen Paulson, dem es nicht gelingt, ein positives Statement über sein Handeln zu machen.